LOgo_Rund_HP

Chronik

von Holzspansteinen,  Holzspandämmsteinen & Holzbeton-Mantelsteinen

1932-1938:

Der Naturbaustoff Durisol geht auf die Entwicklung des Holländers Richard Handl zurück, der 1932 ein „Verfahren zur Herstellung eines Leichtbaustoffes aus Holzabfällen und Zement“ zum Patent anmeldete und plattenförmige Produkte für Wand und Decke erzeugte. Handl verkaufte später die Rechte an diesem Patent an den Industriellen A. Schnell und den Architekten A. Bosshard.

1938-1955:

Über Belgien gelangte die Technologie bald in die Schweiz, wo 1938 die Durisol AG in Dietikon gegründet wurde. Hier begann eine rege Produktentwicklung, die unter anderem den Holzbeton-Mantelstein hervorbrachte. Unmittelbar nach den Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges finden die Produktideen der Durisol-AG bereits weltweit reges Interesse. Nicht weniger als 15 Lizenzvergaben sind die Folge.

1955-1962:
Auch in Österreich herrscht großes Interesse an hochwertigem Baustoff, der nach den Zerstörungen des Krieges dringend für den Aufbau benötigt wird. So auch bei der „Metallbauwerke Wels GesmbH“, die nach dem Krieg aus der 1939 gegründeten „Flugzeug- und Metallbauwerke GmbH“ hervorgegangen ist. Vorerst unter amerikanischer Militärverwaltung, ab 1947 unter der Verwaltung der österreichischen Bundesregierung. Im Verlauf des Staatsvertrages wurde das Unternehmen zur Wiedergutmachung der „Herzog von Cumberland-Stiftung“ übergeben.

1955:
Erster Wohnbau in Wien. Nach eingehender Prüfung der Eignung und des Bedarfs wagte man hier am 1. Februar 1955 die Übernahme einer Durisol-Lizenz für Österreich, adaptierte die ehemaligen Flugzeug-Produktionshallen in Wels und begann mit der Produktion der vollen Durisol-Produktpalette: Mantelsteine, Dämm- und Dachplatten sowie Wandelemente. Der rasch steigende Absatz über die österreichweit vier Vertriebsbüros in Wels, Graz, Innsbruck und Wien, aber auch Lizenzvergaben in zehn weitere Länder brachten rasch erste Erfolge. Schon bald wurde die Errichtung einer weiteren Produktionsstätte in Erwägung gezogen.

1960:
trat S.K.H. Christian Prinz von Hannover, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, das Oberhaupt der „Herzog von Cumberland-Stiftung“, persönlich in die Geschäftsführung ein und bestimmte in der Folge wesentlich die Entwicklung des Unternehmens.

1962-1969:
1962 kommt es zu einer Änderung in den Eigentumsanteilen und zur Minderheitsbeteiligung von Dipl. Ing. ETH Fritz (7%) und Dipl. Ing. Rupert Hatschek (3%), die ein Jahr später auf 30 % Gesellschaftsanteil aufstockten.

1964:
wurde das Werk Mautern realisiert, das vor allem den Süden und Westen Österreichs mit Mantelsteinen beliefern sollte. Mit den Erfolgen der ersten Jahre wurde zunehmend auch der Mitbewerb auf den neuen Baustoff aufmerksam und erlangte auf dem Weg der Normung die Vorschrift einer Mindestkerndicke von 15 cm, was einen schweren, aber – wie die Erfahrung später zeigte – unberechtigten Schlag gegen den beliebten Mantelstein DM 20/12 mit 12 cm Kerndicke bedeutete.

1966:
wurde der Produktname in den Firmennamen aufgenommen, der nun Durisol-Werke GmbH lautete. In diesem Jahr wurde mit Übernahme der Achauer Baustoffwerke und der Umrüstung auf Bodenfertigung der dritte Produktionsstandort in Österreich eröffnet.
1969-1977:
Die Expansion des Unternehmens erforderte 1969 eine Kapitalerhöhung, die Dipl. Ing. ETH Fritz Hatschek die Mehrheit (54%) brachte. In diesem Jahr tat sich Durisol auch als erster Sportsponsor im Fußball hervor, lieh dem Verein SK Sturm den Namen Durisol und war damit über zehn Jahre unübersehbar in den Medien vertreten.
1970:
kommt es zu einer neuerlichen Umstrukturierung des Unternehmens, bei der die „Herzog von Cumberland- Stiftung“ als Gesellschafterin ausscheidet, die Familie Hatschek und die mit ihr kooperierende Cerwenka GesmbH das Unternehmen als Nachfolge Kommanditgesellschaft vollständig übernehmen und mit ihren langjährigen Mitarbeitern, Dir. Alois Feichtinger und Dipl. Ing. Walter Rescheneder die Geschäftsführung besetzen. Die 70-er Jahre sind der Einbettung des Baustoffes Durisol in die Regelwerke, dem Aufbau von in- und ausländischenBranchenverbänden und der Expansion durch Errichtung des Fassadenplattenwerks „Coloroc“ nach schwedischer Lizenz gewidmet.

1977-1990:
1977 übernimmt Dipl. Ing. ETH Fritz Hatschek die Durisol-Werke zur Gänze. Das Geschäftsführerduo Hlavin/Rescheneder war in den darauf folgenden Jahren bemüht, das Produkt Mantelsteine weiterzuentwickeln, alle Durisiol-Hersteller, die so genannte Durisol-Familie, zu einer schlagkräftigen internationalen Gruppe zu formen und den erfolgreichen Baustoff über Lizenzvergaben sowie ein Zweigwerk in Deutschland noch weiter zu verbreiten.
1978 wurde das Patent über Mantelsteine mit ungleich dicken Außenwandungen angemeldet, ein Jahr später die erste Lärmschutzwand aus Durisol- Mantelsteinen errichtet.
1980 erhielt das Unternehmen die Auszeichnung, das österreichische Staatswappen im geschäftlichen Verkehr zu führen. Über Initiative von Dir. Hlavin wurde 1984 der Arbeitskreis Naturbaustoffe-Holz-Mantelbeton“ im Rahmen des FV Stein & Keramik ins Leben gerufen. Mit dem zunehmenden Verkaufsschwerpunkt Ostösterreich und der Konzentration auf Mantelsteine wurde in diesem Jahr das Werk Wels geschlossen.
1990-1993:
1990 konnten die weltweiten Marken- und Lizenzrechte für das Dursiol-Verfahren durch die neue Durisol International Cooperation, Ontario, gegründet von den Lizenznehmern in Kanada, Holland und Österreich, übernommen werden. Noch im selben Jahr folgte der Abschluss weiterer Lizenzverträge, das Coloroc-Werk wurde in Pacht abgegeben. Ein Jahr später folgte durch den Abschluss eines Joint-Venture-
Vertrages mit den westslowakischen Forsten der erste Schritt in ein osteuropäisches Land. Ein Produktionswerk in Pressburg wurde errichtet und 1992 eröffnet.
1993 zieht sich Dir. Hlavin gesundheitsbedingt in den Ruhestand zurück. Ihm folgt Dipl.-Ing. Manfred Temmel als Geschäftsführer, der ab nun zusammen mit Dr. Helmut Ortner, seit 1985 in der Geschäftsführung, und im Marketingbereich mit Dir. Erich Beraus das Unternehmen leitet. Als weitere Ostinvestition wird ein bestehendes Holzspan- Plattenwerk in der Nähe von Prag übernommen. Die Produktion von Mantelsteinen mit noch höherer Wärmedämmung und für noch schlankere Wände wird aufgenommen und die ökologischen Eigenschaften des Durisol-Naturbaustoffes werden mit der Auszeichnung „IBO geprüft“ attestiert. Mit der Entwicklung einer patentierten Hohlwandproduktion aus
Mantelsteinen, davon abgeleitet auch eine Produktionsmethode für Fertigteil- Lärmschutzwände, und – außerhalb des Anwendungsbereiches Bauwesen – dem Weinregalsystem „Durisol-Vinothek“ wurden völlig neue Wege beschritten. Damit konnte die Produktionspalette auf mehrere Geschäftsfelder verteilt werden, mit dem Ziel, das Unternehmen krisensicher zu machen.

2001 bis 2011:
2001 wurde das Joint Venture in Pressburg beendet und das Unternehmen Durisol-STAV vollständig übernommen, das Plattenwerk in Tschechien aber vermietet. Im Herbst 2001 trat Dipl.-Ing. Peter Kendlbacher in die Geschäftsführung ein, nachdem Dr. Helmut Ortner (1998) und Dir. Techn. Rat Erich Beraus (1999)in Pension gegangen waren. Die starke Entwicklung des Geschäftsfeldes „Lärmschutz“ erforderte eine Neuausrichtung der Produktionsstandorte: Werk Achau für Hochbau, Werk Mautern für Lärmschutz. Im Werk Achau wurde weiters 2004 eine halbautomatische Hohlwandproduktionsanlage installiert, die heute dem zunehmenden Trend in Richtung industrielles Bauen Rechnung trägt. Die intensiven Bemühungen seit 1997, Europäische Normen für Holzspanbeton-Produkte im Rahmen des CEN zu schaffen, stehen 2005 kurz vor dem Abschluss. Der raschen wirtschaftlichen Entwicklung in den ost- und südosteuropäischen Nachbarländern, insbesondere nach der EUErweiterung 2004, wird heute mit verstärkter Marktpräsenz durch Handelspartner und Repräsentanten Rechnung getragen. Damit wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, dass dem mit so vielen hervorragenden Eigenschaften ausgestatteten Naturbaustoff Durisol auch in diesen Ländern eine erfolgreiche Zukunft gesichert ist.

2010 – HEUTE:
Der Holzbeton- Mantelstein für die Gebäude- Außenwand ist über die Jahre dicker und auch träger geworden. Träger aber in dem Sinn, dass es bei einem Gebäude von Vorteil ist, wenn sich das Raumklima nur sehr sehr langsam den äußeren Bedingungen anpasst. Temperaturschwankungen von 20° Grad sind über den Tag- und Nacht Rhythmus keine Seltenheit. Wenn‘s keiner merkt ist‘s Durisol.

Durisol DSs 37,5/12
Dämmen Speichern sparen
Wer ohne Vorbehalt vergleicht, kommt an diesem Wandbaustoff nicht vorbei.